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Laa KoonLao - Ni Hao Zhonghua

Mit schwerem Herzen fuhren wir vom schoenen Luang Namtha in Richtung Ban Boten zur chinesischen Grenze. Wir verabschiedeten uns innerlich von diesem schoenen Land mit seiner abwechslungsreichen Natur, den vielen Inseln, Wasserfaellen und Hoehlen, dem sticky Rice und dem BeerLao. Und von seinen Menschen, die Im Vergleich zu den Kambodschaner zwar weniger offen (wohl aufgrund ihrer ausgepraegten Schuechternheit), jedoch deswegen nicht weniger herzlich waren. Und sie waren ein angenehm stilles Volk. Selten hoerte man jemanden laut reden und nie jemanden schreien. Die uebers-Ohr-hau-Rate der Barangs bzw. Falangs war in etwa mit der kambodschanischen vergleichbar und an touristischen Knotenpunkte wie ueberall ausgepraegter. Wir haben die Zeit in Laos wirklich sehr genossen und sind laenger als geplant geblieben. Wenn es einem so gut gefaellt, ist das Weiterreisen manchmal gar nicht so einfach. Vor allem waren wir beide aber auch etwas eingeschuechtert von anderen Reisenden, die uns nicht gerade positives ueber die Chinesen erzaehlt hatten. Und leider bestaetigten die wenigen Erfahrungen mit den Chinesen in Laos (Phongsaly) unsere Befuerchtungen. Sie waren unfreundlich, abweisend und meistens ignorierten sie uns konsequent. Dies obwohl wir in ihr Geschaeft oder Restaurant eintraten, um etwas zu kaufen oder zu essen. Aber man soll sich ja den Vorurteilen nicht hingeben. Etwas konnten wir aber schon in Laos feststellen; je mehr wir uns der chinesischen Grenze naeherten, desto mehr wurde gespuckt und desto mehr Sonnenblumenkerne wurden gegessen. "Chchchchchchuaa----ptuuuh" toente es also schon auf dem Weg nach China von allen Seiten. Die Bindestriche stellen die Pause dar, in welcher der aus den tiefsten Tiefen der Lunge herausgeholte Schleim im Mund gesammelt wird, um ihn dann in einer geballten Ladung herausspucken zu koennen. Wir versuchten das laute "Gechoddere" zu uebertoenen, indem wir die ganze Busfahrt mit einer Chinesin, Tu Tia, sprachen und die vier Intonationen der chinesischen Sprache laut uebten. Mit Tu Tia verbrachten wir dann auch unseren ersten Tag in China. Wir besuchten zusammen den Steinwald bei Shilin, in der Naehe der Stadt Kunming. Wir mussten feststellen, dass es sehr viele Touristen gab, aber bis auf zwei Deutsche, waren alle die wir getroffen haben Chinesen! In China wimmelt es ueberall von chinesischen Touristen aus anderen Provinzen. So war es auch einfach der Menschenmasse zu entkommen; wir mussten uns nur vom Rundfahrt-Buessli und von den Verkleidungs-Fotos-Anbietern entfernen und schon liefen wir ganz alleine auf den kleinen Wegen zwischen den hoch hinausragenden Karstfelsen. Dank Tu Tia war unser Start in China hervorragend! Sie war sehr hilfsbereit und stand uns bei unseren ersten Busticket-loes-Versuchen zur Seite. Es ist wirklich extrem schwierig hier in China. Nur wenige sprechen Englisch und die Anzeigetafeln und alle Informationen stehen nur auf Chinesisch. Auch im Nachtbus nach Kunming waren wir froh, dass Tu Tia uebersetzen konnte, als mitten in der Nacht der Bus von der Polizei angehalten wurde. Wir mussten uns erst alle ausweisen und die Fragen der Polizei beantworten. Dann mussten zwei Tibeterinnen mit ihren Kleinkindern aussteigen, gemaess Tu Tia weil die Polizei kontrollieren wollte, ob sie diese Kinder gestohlen haben. Ich weiss bis jetzt nicht ob ich das glauben soll, fuer mich sah es eher nach Schikanieren aus. Ihr Gepaeck wurde aufs genauste untersucht und sie mussten sich auf der Toilette ausziehen und wurden Ganzkoerper-untersucht. Wir mussten dann alle auch aussteigen und unser Gepaeck zeigen. Zum Glueck wurde das nicht alles untersucht, sonst waeren wir jetzt noch dort. Nach eine halben Stunde war die ganze Uebung vorueber und es durften alle weiterfahren. Wir haben letztendlich nicht wirklich begriffen was vor sich gegangen ist... Allen Vorwarnungen zum Trotz sind wir ausschliesslich auf sehr nette und hilfsbereite Chinesen getroffen. Im Vergleich zu Laos ist es hier aber nicht mehr so ruhig. Abgesehen vom dauernden Rumgespucke sprechen hier auch alle viel lauter miteinander und schreien sich auch mal gerne an. Zum Glueck habe ich Oropax dabei fuer all die langen Bus- und Zugfahrten, die uns in diesem grossen Land noch erwarten...
7.5.14 18:34
 
Letzte Einträge: Shangri-la und warum wir 5h nach Ankunft noch im Bus schliefen, Tiger leaping Gorge und die Erinnerung an alle Muskeln der Fuesse


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